In der zweiten Runde des DFB-Pokals fand am Mittwoch die Partie zwischen dem schlecht in die Saison gestarteten SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim statt. Während die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri endlich ein Erfolgserlebnis feiern wollte, hieß das klare Ziel der Sinsheimer natürlich, ebenfalls eine Runde weiter ins Achtelfinale zu kommen.
Die Vorzeichen standen im Vorfeld zumindest schon einmal gut für die Grün-Weißen: In den vergangenen 35 Pokalspielen gab es keine eigene Niederlage im heimischen Weser-Stadion (viermal davon im Elfmeterschießen weitergekommen). Allerdings: Hoffenheim verlor in den letzten vier Bundesligaspielen nicht gegen die Norddeutschen (2x Siege, 2x Unentschieden). So entführte man erst jüngst am 1. Spieltag mit einem 1:0-Sieg drei Punkte aus der Hansestadt.
Auf Seiten der Bremer fehlte verletzungsbedingt lediglich Justin Eilers aufgrund eines Kreuzbandrisses. Zudem stand Fin Bartels aufgrund einer Rot-Sperre nicht zur Verfügung.
Die TSG musste indessen auf Robert Zulj (Schambeinentzündung), Ermin Bicakcic (Kreuzbandzerrung), Stefan Posch (angeschlagen), Serge Gnabry (Oberschenkelzerrung), Havard Nordtveit (Knie) und Sandro Wagner (Adduktorenprobleme) verzichten.
Aufstellung von Bremen
Alexander Nouri änderte sein Team im Vergleich zum jüngsten 0:0 in Köln auf vier Positionen: Für die beiden offensiven Außen Fin Bartels (Rot-Sperre) und Florian Kainz brachte der Übungsleiter mit Robert Bauer und Ulisses Garcia zwei defensive Akteure. Im defensiven Mittelfeld rotierte Maximilian Eggestein auf die Bank. Für ihn rückte Philipp Bargfrede in die Startelf. Zudem fehlte Verteidiger Lamine Sané aufgrund einer individuellen Belastungssteuerung. Seinen Platz nahm Milos Veljkovic ein.
Aufstellung von Hoffenheim
TSG-Cheftrainer Julian Nagelsmann stellte sein Team nach dem 1:1-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg in der Liga ebenfalls auf vier Positionen um. Im Tor startete Gregor Kobel anstelle von Stammkeeper Oliver Baumann. Für die angeschlagenen Sandro Wagner und Stefan Posch standen Robin Hack und Kevin Akpoguma in der ersten Elf. Außerdem fand sich Pavel Kaderábek dieses Mal nur auf der Bank wieder. Ihn ersetzte Lukas Rupp.
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— TSG 1899 Hoffenheim (@achtzehn99) October 25, 2017
AUF GEHT'S! ????????️????⚽️#TSG #EinTeamEinWegEinmalig pic.twitter.com/ilAapjWrGe
Die Anfangsphase der Partie gehörte den Hoffenheimern. Bis auf eine erste gefährliche Chance von Zlatko Junuzovic (6.), dessen Schuss nur links am Tor von Gregor Kobel vorbei ging, besaß die TSG deutlich mehr Spielanteile. Gegen die Abwehrformation des SVW kamen sie aber in der ersten Viertelstunde nicht wirklich durch, brachten stattdessen einige Fernschüsse zustande.
In der 17. Spielminute wurde es erstmals brenzliger im Sechzehner der Grün-Weißen, als sich Kerem Demirbay durchtanke und von Ulisses Garcia durch einen leichten Kontakt zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Tobias Stieler ließ das Spiel jedoch weiterlaufen.
Ishak Belfodil mit einem Fernschuss (22.) und Thomas Delaney per Kopf (25.) konnten dann erstmals wieder für etwas Gefahr auf der anderen Seite des Spielfelds sorgen. Nur Sekunden später traf dann Kerem Demirbay für Hoffenheim nicht ins Eckige – Milos Veljkovic konnte den Schuss aus kurzer Distanz abblocken.
Die Hanseaten konnten sich nun mehr und mehr aus den Fängen der Hoffenheimer befreien, das Spiel wurde zunehmend offener. Infolgedessen fiel auch direkt das 1:0 für Bremen. Allerdings nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach einer Ecke: Ishak Belfodil drückte den Ball aus Kurzer Distanz mit rechts über die Linie (30.).
In den letzten 15 Minuten des ersten Durchgangs fand dann viel im Mittelfeld statt, wobei der SV Werder mehr für die Partie machte. Bis auf eine Rudelbildung in der 40. Minute gab es aber keine größeren Torchancen auf beiden Seiten mehr. In der 45. Minute versuchte es Junuzovic noch einmal aus spitzem Winkel – der Schuss stellte für TSG-Schlussmann Kobel aber kein Problem dar.
45.Min // Halbzeit. #Werder führt durch das Tor von #Belfodil mit // 1:0 #svwtsg pic.twitter.com/ChhJYwVrkT
— SV Werder Bremen (@werderbremen) October 25, 2017
Die zweite Halbzeit begann wie die erste, mit mehr Spielanteilen für die Sinsheimer, die zur Halbzeitpause Pavel Kaderábek für Robin Hack einwechselten. Und in der 52. Minute fiel er dann fast, der Ausgleichstreffer: Andrej Kramaric setzte einen Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze allerdings nur an den Querbalken.
Auch im Rest des Durchgangs war Hoffenheim die klar tonangebende Mannschaft, doch gegen eine kompakt stehende Mannschaft des SV Werder, die wenig zuließ, kam der Europa-League-Teilnehmer zu wenig zwingenden Torchancen.
Erst in der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal sehr gefährlich: Einen Kopfball von Florian Hübner konnte ein insgesamt starker Bremer Keeper Jiri Pavlenka mit den Fingerspitzen aber noch sehenswert an die Latte lenken.
So schaffen es die Werderaner am Ende tatsächlich, den 1:0-Vorsprung aus der ersten Halbzeit über die Zeit zu bringen und somit ins Achtelfinale des DFB-Pokals einzuziehen. Für das Team von Julian Nagelmann bedeutet dies das vorzeitige Aus.
90. Min // SIEG!!!! #Werder erkämpft sich den Einzug ins @DFB_Pokal-Achtelfinale // 1:0 #svwtsg #dfbpokal pic.twitter.com/6iCX89m77C
— SV Werder Bremen (@werderbremen) October 25, 2017


























die Parade von Pavlenka kurz vor Schluss war weltklasse
Richtig stark zurzeit! Endlich mal wieder ein Keeper in Bremen, der überzeugen kann!
Glückwunsch, das tut auch psychisch richtig gut.
Spielerisch war es jedoch mehr als glücklich und es zeigt sich, dass Bremen in der Liga weiterhin Probleme haben wird.
Aber über die katastrophale Schiedsrichterleistung beschwert sich hier keiner? :-D
Mein Reden. 2 unstrittige spielentscheidende Szenen hier und drüben keine spielentscheidende Szene, aber es wurde alles gegen RB gepfiffen, so Hasenhüttl. Worin die wirklich spielentscheidende Fehlentscheidung lag, frage ich mich selbst jetzt noch.
Wir brauchen das Selbstvertrauen mehr als die Hoffenheimer.
Dennoch hätten sie es mehr verdient gehabt.
Ich sehe es auch so. Schließlich gewann Hoffenheim nur aufgrund eines abgefälschten Fernschusses 1:0 am 1. Spieltag.
Komisch hier hätte es 2 Elfmeter für Hoffenheim geben müssen und im Spiel RB gegen Bayern jammern alle über den Schiri, der alles gegen RB pfiff wobei es eben keine klaren Elfmeter waren. Manche Fangruppen sind einfach doch sympathischer.
Nein es liegt hier nicht an der Fangruppe, sondern das die Entscheidungen pro Bayern getroffen wurden!
Viele sehen hier mal wieder den berühmten Bayern Bonus. Das aber andere Manschaften auch von klaren Fehlentscheidungen profitieren wird dabei vernachlässigt.
Egal wie man es sieht, aber zu sagen es sind die RBler die hier lamentieren liegt denke ich falsch! Klar sind es auch einige RB Fans die sich berechtigt oder nicht drüber aufregen, aber die meisten sind vermutlich einfach nur gegen die Bayern und deren Schiribonus!
und so ziemlich alle anderen User sind sympathischer als du ;)
Hoffenheimanhänger lamentieren hier ja nicht großartig. Die Fakten sprechen für sich. 2 klare Elfer für die TSG nicht gegeben. Und Keita vom Platz ist korrekt, auch wenn es die Eine oder Andere Karte für Bayern noch hätte geben müssen. Am Ende nimmt es RB selten mal sportlich. Keita wird wieder mal als Opfer gesehen, wie so oft. Bayernbonus hin oder her.
Stark.