RB Leipzig | 1. Bundesliga

Sucht Leipzig einen Über­gangstrai­ner?

08.06.2018 - 10:13 Uhr Gemeldet von: Kristian Dordevic | Autor: Kristian Dordevic

RB Leipzigs letzter Trainer, Ralph Hasenhüttl, bat Mitte Mai mit Erfolg um Auflösung seines Vertrags, weil der Klub ohne Verlängerung des noch ein Jahr gültigen Papiers und damit ohne darüber hinaus gehendes Bekenntnis in die nächste Saison gehen wollte.

Dem Nachfolger des Österreichers wird nach einem Bericht der "Bild" wahrscheinlich ebenfalls kein über Sommer 2019 hinausgehender Kontrakt vergönnt sein. Der Grund dafür, dass statt einer großen wohl eine Einjahreslösung angestrebt wird, sei zum einen der Umstand, dass die Hasenhüttl-Trennung sehr kurzfristig kam, zum anderen das Fehlen von geeigneten Anwärtern.

Julian Nagelsmann etwa, der bei Sportdirektor Ralf Rangnick hoch im Kurs stehe. 1899 Hoffenheim wird den bis 2021 unter Vertrag stehenden Chefcoach diesen Sommer nicht ziehen lassen, nach der Saison 2018/19 ist ein Abgang per Ausstiegsklausel (kolportierte fünf Millionen Euro) möglich.

Auch Ex-Bayer-Trainer Roger Schmidt, den Rangnick einst zu Red Bull Salzburg holte, wäre dann vielleicht einfach zu bekommen. Seine Vertragsbindung bei Bejing Gouan gilt bis Ende 2019. Ein weiterer Kandidat könnte Salzburgs Marco Rose sein, der schon jetzt gehandelt wurde, vor eineinhalb Wochen aber sein Arbeitspapier bei den Österreichern verlängerte.

Als potenzieller Übergangscoach ist derzeit Jesse Marsch von den New York Red Bulls im Gespräch. Den neuen Mann auf dem Trainerstuhl will Leipzig bis ungefähr Mitte Juni gefunden haben, wie Geschäftsführer Oliver Mintzlaff Anfang des Monats in einem Gespräch mit der "Bild" erklärte:

"Wir haben uns einen Zeitrahmen gesteckt, in dem wir uns momentan befinden. Es gibt eine Wunschlösung und auf diese konzentrieren wir uns. An dieser Lösung arbeiten wir mit Hochdruck – und hoffen, das Ergebnis in spätestens zwei Wochen präsentieren zu können."

Quelle: bild.de