Vier Jahre in Folge scheiterte Bayern München in der Champions League an einem Team aus Spanien. Diesen vermeintlichen Bann gilt es in dieser Saison zu brechen: Statt Real Madrid, FC Barcelona oder Atlético Madrid lautet der Name des Gegners diesmal FC Sevilla.
Teil eins dieser Viertelfinalbegegnung fand am Dienstag statt, gespielt wurde bei den Andalusiern im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan.
Um dieses Hinspiel erfolgreich zu bestreiten, stellte FCB-Trainer Jupp Heynckes viermal um, einmal jedoch gezwungenermaßen: Den angeschlagenen Linksverteidiger David Alaba (gereizter Nerv) ersetzte Juan Bernat.
Darüber hinaus rückten Joshua Kimmich, Thiago und Arturo Vidal für Rafinha, James Rodriguez und Arjen Robben in die Startelf.
Es wurde unterm Strich ein erfolgreicher Abend: Durch Tore von Jesus Navas (Eigentor) und Thiago gewannen die Bayern nach 0:1-Rückstand noch mit 2:1.
Aufstellung Bayern München
Der Bundesligist erwischte einen guten Auftakt und zeigte sich sehr präsent in den Anfangsminuten. Die spanischen Gastgeber machten es ihrem Gegner mit konzentrierter und aggressiver Verteidigung aber zunehmend schwer, holte sich über jeden gewonnenen Zweikampf mehr Vertrauen.
Nach einer Viertelstunde hieß es beim deutschen Meister erstmals Luft anhalten: Correa legte im Strafraum den Ball an Boteng vorbei, versuchte gegen den herangeeilten Vidal einzufädeln und einen Elfmeter herauszuholen – stattdessen gab es Gelb wegen einer Schwalbe.
Gut fünf Minuten später hätte dann die Führung für Sevilla fallen müssen. Hummels klärte zwar erfolgreich eine vors Tor geschlagene Flanke, machte die Situation andererseits wieder heiß, weil er unfreiwillig für den allein gelassenen Sarabia in der Mitte auflegte. Mit Anlauf kommend konnte der sich die Ecke fast schon aussuchen und setzte das Leder aus rund neun Metern knapp rechts vorbei (20.).
Den Hausherren sollte ihr Treffer wenig später aber doch vergönnt sein. Eine Flanke von Sevillas linker Seite landete rechts vorm Fünfmeterraum, wo Sarabia Bernat im Rücken entwischte, den Ball annahm und zum 1:0 vollendete (32.).
Aus heiterem Himmel dann der Ausgleich: James, für den angeschlagenen Arturo Vidal eingewechselt, bediente Ribéry auf dessen linker Seite, der im Strafraum wiederum flach vors Tor passen wollte. Seine Hereingabe fälschte Jesus Navas in Richtung kurzes Eck ab und erwischte damit seinen Schlussmann David Soria auf dem falschen Fuß (37.) – Eigentor zum 1:1.
Mit Wiederanpfiff der Partie standen besser eingestellte Bayern auf dem Feld, die Heynckes-Elf war wieder deutlich aktiver. Immer wieder setzte unter anderem Ribéry Impulse.
Zum Beispiel in der 66. Minute, als der Franzose einen Konter einleitete und die Kugel nach rechts herüberlegte zu Müller, dessen Flanke beim durchgelaufenen Martinez landete – den Volleyaufsetzer des Münchners parierte Soria stark.
Und auch beim Führungstreffer der Bayern hatte Ribéry seine Finger beziehungsweise seinen Fuß im Spiel. Er bereitete das 2:1 durch Thiago (68.) mit einer hohen Flanke vor. Äußerst unglücklich für die Heimmannschaft: Auch diesmal war wieder ein Sevillista zuletzt am Ball. Escudero fälschte Thiagos Kopfball ab und lenkte ihn am sodann machtlosen Keeper vorbei ins Gehäuse.
Bevor den Süddeutschen noch einmal eine heiße Endphase blühte, prüfte James Soria noch mal mit einem Schlenzer vom rechten Strafraumeck. In der Folge wurde es vor und im Sechzehner der Gäste immer wieder mal brenzlig, doch entweder geriet ein Abschluss zu ungenau oder ein Münchner Akteur stellte sich in den Weg.
Ein entscheidender Vorstoß von Sevilla blieb aus, sodass sich am Ergebnis nichts mehr änderte. Die Bayern gehen mit einer 2:1-Führung ins Rückspiel, das morgen in einer Woche stattfindet.
AUSWÄRTSSIEG! #SFCFCB pic.twitter.com/Bjbyhl7ilP
— FC Bayern München (@FCBayern) 3. April 2018










