Bayern München gewinnt das Topspiel in der dritten Runde des DFB-Pokals mit 2:1 und löst somit das Ticket für das Viertelfinale.
Jupp Heynckes wechselte in der Startelf auf insgesamt vier Positionen im Vergleich zum Spiel in Stuttgart am vergangenen Samstag: Für Rafinha, Kingsley Coman, Corentin Tolisso und dem erkrankten Mats Hummels beginnen Niklas Süle, Franck Ribéry, Thomas Müller und David Alaba.
Auch Gäste-Coach Peter Stöger hatte einen durchaus prominenten Ausfall zu verzeichnen, Pierre-Emerick Aubameyang konnte aufgrund von Hüftproblemen nicht mitwirken. Für den Gabuner kam Marc Bartra in die Anfangself, Andrey Yarmolenko übernahm den Platz im Sturmzentrum.
Aufstellung Bayern München
Bereits in der dritten Minute setzten die Münchner das erste Ausrufezeichen der Partie. Nach Flanke von Josuha Kimmich rettete bei einem Kopfball von Arturo Vidal nur die Latte.
In der 8. Minute folgte schon die nächste hochkarätige Chance, als Lewandowski nach einem Schuss von Vidal im Fünfer an den Ball kam und am herausragend reagierenden Roman Bürki scheiterte.
Und die Frühoffensive der Bayern ging weiter: In der 11. Minute prüfte Franck Ribéry von der Strafraumgrenze erneut den Schweizer Keeper, auch Lewandowski im Nachschuss verfehlte nur knapp.
Dann kam es wie es sich bereits abgezeichnet hatte: Nach einem Freistoß von Links traf erst Süle per Kopf nur die Querlatte, den Abpraller verwandelte dann aber Jerome Boateng sicher mit einem überlegten Kopfball (13.).
In dieser Phase kesselten die Bayern die Borussia am eigenen Strafraum geradezu ein, von den Schwarzgelben kam bis auf ein paar Konteransätze wenig. In der Folge ließen die Münchner dann eine etwas längere Leine, ohne dass die Dortmunder daraus nennenswert Kapital schlagen konnten.
Nach nur einer halben Stunde reagierte Peter Stöger schon personell: Für Marc Bartra kam in einem taktischen Wechsel Mahmoud Dahoud. Und prompt hatte die Borussia aus dem Nichts ihre erste Chance: Andrey Yarmolenko überwand nach einer Flanke von links Sven Ulreich, aber vor der Linie konnte David Alaba retten (35.).
In die Entlastungsphase der Dortmunder fiel aber dann direkt das 2:0 für den Rekordmeister. Nach einem Steckpass von Lewandowski drang Thomas Müller von rechts in den Strafraum ein und konnte Roman Bürki mit einem perfekt getimten Lupfer bezwingen (40.).
Aufstellung Borussia Dortmund
Nach der Pause ging es personell unverändert weiter. Und nach nur knapp mehr als 30 Sekunden ergab sich für James Rodriguez schon die Chance zum 3:0, die Bürki allerdings erneut gut vereitelte. Der Schweizer verhinderte wenig später auch mit einer starken Fußparade einen weiteren Müller-Treffer (49.).
Erneut lockerten die Münchner nach furiosem Beginn etwas ihren Griff, mehr als ein verunglückter Abschluss von Shinji Kagawa (57.) und eine Chance aus Abseitsposition des eingewechselten André Schürrle (63.) kam für den BVB aber nicht heraus.
Gefährlicher wurde es dann nach 68 Minuten, als Sven Ulreich einen tückischen Schuss aus spitzem Winkel von Marcel Schmelzer noch über die Latte lenken konnte.
In der 77. Minute wurde die Passivität der Münchner dann schließlich bestraft: Kagawa ließ am Strafraum Kimmich aussteigen, flankte präzise an den zweiten Pfosten, wo Yarmolenko unbedrängt einnicken konnte.
Kurz vor Schluss ließ dann noch André Schürrle die Chance auf den möglichen Ausgleich liegen, als er mit einem kraftvollen Flachschuss nur knapp das Münchner Gehäuse verfehlte (86.).
Eine letzte Riesenchance vergab dann auch noch der eingewechselte Alexander Isak in der Nachspielzeit: Der junge Schwede ließ im Strafraum einen Verteidiger aussteigen, scheiterte dann aber mit seinem Abschluss an einem Block von Jerome Boateng.



















