TSG Hoffenheim
1. Bundesliga
3:3 – Torspektakel gegen Olympique Lyon

Bennet Stark

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Die diesjährige Champions-League-Saison ist für die TSG Hoffenheim nicht gerade super gestartet. Auf ein 2:2-Unentschieden bei Schachtar Donezk folgte am zweiten Spieltag eine 1:2-Niederlage gegen den amtierenden englischen Meister Manchester City. Daher sollte heute gegen Olympique Lyon in der heimischen Wirsol Rhein-Neckar-Arena der erste Dreier eingefahren werden.

Im Vergleich zur letzten Bundesligapartie in Nürnberg (3:1-Sieg) stellte Cheftrainer Julian Nagelsmann seine Elf auf drei Positionen um. In der Abwehr rotierte Kevin Akpoguma für Kasim Adams rein, zudem starteten mit Adam Szalai und Ishak Belfodil für Reiss Nelson sowie Joelinton zwei neue Angreifer.

Nicht zur Verfügung standen die Langzeitverletzten Benjamin Hübner (Gehirnerschütterung), Lukas Rupp (Kreuzbandriss) und Nadiem Amiri (Ermüdungsbruch im Mittelfuß). Obendrauf kam noch der weiterhin angeschlagene Mittelfeldmann Leonardo Bittencourt (Bauchmuskelverletzung).

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, bis der nächste Torjubel ertönte. Erneut war es Kramaric, der auf Seiten des Bundesligisten den Ball über die gegnerische Torlinie beförderte. Nach einer Flanke von Kerem Demirbay war der Kroate zur Stelle und sorgte damit für die zwischenzeitliche Führung (47.).

Aber auch diese währte nicht sonderlich lange. In der 59. Spielminute kam Lyon durch Tanguy Ndombelé zurück. Der Franzose wurde von Traoré rechts in den Strafraum geschickt, von dort schloss er aus spitzem Winkel ab und traf ins kurze Eck (59.). Schlussmann Oliver Baumann sah bei dem Gegentreffer nicht gut aus.

Das Spiel war wieder komplett offen. Auf der einen Seite vergab Belfodil die Chance zum 3:2 (65.) – sein Schlenzer ging rechts am Tor vorbei –, und auf der anderen Seite klingelte es erneut. Nun war es der Niederländer Memphis Depay, der Baumann verlud. Vorausgegangen ist dabei zum dritten Mal ein individueller Fehler der TSG. Akpoguma unterschätzte einen langen Ball als letzter Mann, sodass Depay freie Bahn hatte (66.).

Die Sinsheimer, die sich eigentlich einen so wichtigen Sieg erhofft hatten, gingen also mit einem Rückstand in das letzte Drittel der Partie. Und es spielte jetzt fast nur noch Hoffenheim, Lyon stand jedoch weitestgehend sicher in der Abwehr.

Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hatte Vogt dann noch die riesen Chance, seinen Fehler vor dem 1:1 wieder auszubügeln. Nach einem Freistoß von der linken Seite des Strafraums kam der Kapitän der Blau-Weißen frei im Strafraum zum Kopfball. Diesen setzte er aber rechts neben das Tor (88.).

Es gab drei Minuten Nachspielzeit. Und diese nutzte die Mannschaft von Trainer Nagelsmann dann doch noch zum überaus verdienten 3:3. Eine Hereingabe von Nico Schulz verwertete der eingewechselte Joelinton mit rechts zum Endstand (91.).