SV Werder Bremen
1. Bundesliga
Werder Bremen zieht ins Achtelfinale ein

Bennet Stark

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In der zweiten Runde des DFB-Pokals fand am Mittwoch die Partie zwischen dem schlecht in die Saison gestarteten SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim statt. Während die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri endlich ein Erfolgserlebnis feiern wollte, hieß das klare Ziel der Sinsheimer natürlich, ebenfalls eine Runde weiter ins Achtelfinale zu kommen.

Die Vorzeichen standen im Vorfeld zumindest schon einmal gut für die Grün-Weißen: In den vergangenen 35 Pokalspielen gab es keine eigene Niederlage im heimischen Weser-Stadion (viermal davon im Elfmeterschießen weitergekommen). Allerdings: Hoffenheim verlor in den letzten vier Bundesligaspielen nicht gegen die Norddeutschen (2x Siege, 2x Unentschieden). So entführte man erst jüngst am 1. Spieltag mit einem 1:0-Sieg drei Punkte aus der Hansestadt.

Auf Seiten der Bremer fehlte verletzungsbedingt lediglich Justin Eilers aufgrund eines Kreuzbandrisses. Zudem stand Fin Bartels aufgrund einer Rot-Sperre nicht zur Verfügung.

Die TSG musste indessen auf Robert Zulj (Schambeinentzündung), Ermin Bicakcic (Kreuzbandzerrung), Stefan Posch (angeschlagen), Serge Gnabry (Oberschenkelzerrung), Havard Nordtveit (Knie) und Sandro Wagner (Adduktorenprobleme) verzichten.

Die Anfangsphase der Partie gehörte den Hoffenheimern. Bis auf eine erste gefährliche Chance von Zlatko Junuzovic (6.), dessen Schuss nur links am Tor von Gregor Kobel vorbei ging, besaß die TSG deutlich mehr Spielanteile. Gegen die Abwehrformation des SVW kamen sie aber in der ersten Viertelstunde nicht wirklich durch, brachten stattdessen einige Fernschüsse zustande.

In der 17. Spielminute wurde es erstmals brenzliger im Sechzehner der Grün-Weißen, als sich Kerem Demirbay durchtanke und von Ulisses Garcia durch einen leichten Kontakt zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Tobias Stieler ließ das Spiel jedoch weiterlaufen.

Ishak Belfodil mit einem Fernschuss (22.) und Thomas Delaney per Kopf (25.) konnten dann erstmals wieder für etwas Gefahr auf der anderen Seite des Spielfelds sorgen. Nur Sekunden später traf dann Kerem Demirbay für Hoffenheim nicht ins Eckige – Milos Veljkovic konnte den Schuss aus kurzer Distanz abblocken.

Die Hanseaten konnten sich nun mehr und mehr aus den Fängen der Hoffenheimer befreien, das Spiel wurde zunehmend offener. Infolgedessen fiel auch direkt das 1:0 für Bremen. Allerdings nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach einer Ecke: Ishak Belfodil drückte den Ball aus Kurzer Distanz mit rechts über die Linie (30.).

In den letzten 15 Minuten des ersten Durchgangs fand dann viel im Mittelfeld statt, wobei der SV Werder mehr für die Partie machte. Bis auf eine Rudelbildung in der 40. Minute gab es aber keine größeren Torchancen auf beiden Seiten mehr. In der 45. Minute versuchte es Junuzovic noch einmal aus spitzem Winkel – der Schuss stellte für TSG-Schlussmann Kobel aber kein Problem dar.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste, mit mehr Spielanteilen für die Sinsheimer, die zur Halbzeitpause Pavel Kaderábek für Robin Hack einwechselten. Und in der 52. Minute fiel er dann fast, der Ausgleichstreffer: Andrej Kramaric setzte einen Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze allerdings nur an den Querbalken.

Auch im Rest des Durchgangs war Hoffenheim die klar tonangebende Mannschaft, doch gegen eine kompakt stehende Mannschaft des SV Werder, die wenig zuließ, kam der Europa-League-Teilnehmer zu wenig zwingenden Torchancen.

Erst in der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal sehr gefährlich: Einen Kopfball von Florian Hübner konnte ein insgesamt starker Bremer Keeper Jiri Pavlenka mit den Fingerspitzen aber noch sehenswert an die Latte lenken.

So schaffen es die Werderaner am Ende tatsächlich, den 1:0-Vorsprung aus der ersten Halbzeit über die Zeit zu bringen und somit ins Achtelfinale des DFB-Pokals einzuziehen. Für das Team von Julian Nagelmann bedeutet dies das vorzeitige Aus.