Nach dem jüngsten 2:2-Unentschieden in der Liga beim FC Schalke 04 und der darauffolgenden Entlassung von Cheftrainer Peter Stöger richteten sich heute viele Augen auf das Europa-League-Spiel gegen Roter Stern Belgrad, welches gleichzeitig die erste Bewährungsprobe für den 1. FC Köln unter dem neuen Interimscoach Stefan Ruthenbeck darstellte.
Und für die Geißböcke ging es im Gegensatz zu den anderen beiden deutschen Vertretern in dem europäischen Wettbewerb noch ums Weiterkommen. Gegen die Serben mussten sie jedoch zwingend drei Punkte einfahren, um es ins Achtelfinale zu schaffen. Bei einem Unentschieden hätte man den direkten Vergleich mit Roter Stern verloren, da sie im Hinspiel eine 0:1-Heimniederlage hinnehmen mussten.
Verändert im Vergleich zur letzten Partie auf Schalke hat Stefan Ruthenbeck die Kölner auf einer Position. Für den angeschlagenen Jorge Meré (Adduktoren) startete Christian Clemens. Auf der Ersatzbank nahmen aufgrund der vielen Ausfälle nur fünf Akteure Platz. Mit Ismail Jakobs (18), Birk Risa (19) und Anas Ouahim (20) waren die Plätze unter anderem mit drei Youngster belegt.
Neben dem angesprochenen Meré fehlten verletzungsbedingt zudem Heintz, Maroh, Bisseck, Queirós, Hector, Höger, Risse, Nartey, Bittencourt, Córdoba und Zoller. Die Verletzungssorgen nahmen vor dem Spiel also keineswegs ab.
Der zweite Durchgang begann zunächst wie der erste endete – mit wenig Torgefahr auf beiden Seiten. In der 54. Spielminute hatte Osako dann aber die Chance, aus gut 13 Metern ins rechte Eck des Tores zu schlenzen. Der Schuss des Japaners ging allerdings knapp am Pfosten vorbei.
Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck wechselte dann in der 65. Spielminute Klünter für Olkowski ein sowie Ouahim für Clemens (71.), um noch einmal ein paar Akzente zu setzen. Der Bundesligist brauchte nun in gut 20 Minuten noch zwei Treffer.
Am Ende haben dann aber auch die beiden frischen Kräfte nichts mehr am Ergebnis ändern können, weil die Serben, die in Nachspielzeit sogar noch auf 2:0 hätten stellen können, die Partie am Ende auch klug heruntergespielt haben und Köln keine Durchschlagskraft entwickeln konnte.
Stefan Ruthenbeck startet also mit einer Niederlage als Interimstrainer des 1. FC Köln. Die Reise Europa-League ist für die Geißböcke damit beendet.